Geschichte des Weinbaus

So wurde noch vor 80 Jahren bei uns der Wein gekeltert (nach einem Gemälde von A. Kappis)
Der Wein, offenbar das edelste Gewächs der Erde, stand schon in den ältesten Zeiten in hohem Ansehen, und von den bedeutendsten Männern wurde er als ein hoher Genuß gerühmt und gepriesen; auch verdient er mit Recht eine hohe Wertschätzung, denn überall, wo die Rebe gepflanzt und Wein erzeugt wird, da wird nicht nur eine höhere Kultur des Bodens verbreitet, sondern auch bei den Bewohnern selbst werden reinere Sitten und edlere Gefühle geweckt und ausgebildet. Außerdem lehrt uns die Geschichte, daß die tatenreichsten Völker da sind, wo der edle Saft der Reben gewonnen wird”. So sah es Imanuel Dornfeld, ehemals Kameralverwalter der Weinbauschule Weinsberg, im Jahre 1868.

Chronik des Weinbaus

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung von nahezu 2000 Jahren Weinbau in Deutschland, so hat er im Südwesten eine lange Tradition. Es gibt zwar keine schriftlichen Überlieferungen, doch hat sich durch archäologische Funde der jüngsten Zeit die Vermutung erhärtet, daß der Weinbau zur Römerzeit in unserem Raum bereits heimisch war. Es handelt sich dabei ursprünglich um den gallischen Weinbau, der unabhängig von den Römern entstand, durch die römische Kultur vervollkommnet und unter ihrer Herrschaft derartig verbreitet wurde, daß er als Vater des deutschen Weinbaus zu betrachten ist.

Zahlreiche Urkunden über Klosterschenkungen geben von fränkischem Weinbau in einzelnen Reborten schon vor der Regierung Karls des Großen, insbesondere auch unter seinem Vater Pippin, Nachricht. Unter der karolingischen Herrschaft dehnte sich der Weinbau bedeutend aus. Karls universelles, schöpferisches Genie hat sich wohl die bemerkenswertesten Verdienste um die Ausbreitung des Weinbaus erworben, nicht nur durch Anlegen eigener Musterwirtschaften, sondern auch durch direkte Anordnung von Neuanlagen. Er sorgte auch dafür, daß der Wein durch eifrige Ausübung des Schankrechtes unter das Volk kam. Es wurden z. B. auf jedem seiner Weingü- ter Straußwirtschaften betrieben. Für Württemberg sind Erwähnungen von Weinbau aus karolingischer Zeit keine Seltenheit. Es galt schon damals als weinreiches Land.

Der Ort Schwaigern ist zwischen 765 und 826 im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch, dem sog. Lorscher Codex, als “Suegerheim” öfters aufgeführt. Der Weinbau in Schwaigern wird darin erstmals 799 erwähnt. Dabei ist eine Schenkung unter König Karl und Abt Richbodo am 16. Juni 799 wie folgt festgehalten:“Wir, Hartung und Huda, meine Ehefrau, überlassen dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, unsere Güter. Wir schenken alles, was wir in der Gemarkung Schwaigern an Hofreiten, Wiesen, Wohnhäusern, Wirtschaftsbauten, Gewässern, Weingärten und Leibeigenen besitzen”. Auch im Jahre 805 taucht nochmals eine Schenkung auf, die sich auf Schwaigern bezieht...

Die komplette Geschichte des Schwaigerner Weinbaus können Sie sich nachfolgend im PDF Format Herunterladen. Wir wünschen Ihnen eine spannende lektüre!


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