Gartenschau als Impulsgeber

Foto: Matthias Bitsch
Im Frühjahr reist Bewertungskommission in die Bewerber-Kommunen – 2,5 Stunden pro Projekt.

Schwaigern hat sich mit acht weiteren Kommunen für eine Gartenschau (2031, 2033, 2035) beworben. Die Entscheidung fällt im Sommer.

SCHWAIGERN
Der Gemeinderat der Stadt Schwaigern hat im Dezember 2019 mit großer Mehrheit eine Bewerbung für eine Gartenschau 2031 bis 2036 beschlossen. Ob die Leintalstadt zum Zuge kommt, wird sich erst in diesem Sommer herausstellen. Die Konkurrenz ist groß. Für die drei betroffenen Gartenschauen (2031, 2033 und 2035) haben sich neun Städte und Gemeinden beworben. Acht weitere möchten gerne die größere Version, eine Landesgartenschau, stemmen. Auch das Anforderungsprofil ist hoch, weil es verschiedene Bereiche berührt.

Ziele Das Landesprogramm „Natur und Stadt und Land“ verfolgt gleich mehrere Ziele. „Dabei sollen grüne und graue Infrastruktur gemeinsam entwickelt werden, um vernetzte Grünsysteme zu schaffen, Mehrfachnutzungen und Funktionsvielfalt zu fördern und bestehende infrastrukturelle Defizite und standortspezifische Missstände zu beseitigen“, heißt es dort.
Es geht um die Verbesserung der Lebensqualität, die Einbeziehung der Bevölkerung sowie darum, Renaturierungsmaßnahmen im Bereich von Gewässern und städtebauliche Impulse zu setzen. Da bei Gartenschauen also auch flankierende Maßnahmen realisiert werden, sind die Bereiche Städtebau, Verkehr, Wasserbau, Gewässerökologie, Naturschutz und Tourismus betroffen. „Daher erfolgt eine erste, grobe Einschätzung der Machbarkeitsstudien auch durch die berührten Ressorts“, erklärt Isabel Kling, Leiterin des Ministerbüros im Ministerium für Ländlichen Raum. Für Bürgermeisterin Sabine Rotermund heißt das: „Ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept ist wichtig. Ich denke, dass unseres überzeugt.“

Infrastrukturmaßnahme Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium, findet es „schön, dass sich so viele Kommunen beworben haben“. Sabine Rotermund empfindet die Bewerberzahl jedoch anders: „Ich hätte mit einer noch größeren Resonanz gerechnet. Mich wundert das, weil dies immerhin eine Infrastrukturmaßnahme ist.“ Viel Charme dürfte die Bewerbung aus dem Filstal haben. Dort machen sich die Stadt Wiesensteig sowie die vier Gemeinden Mühlhausen, Bad Ditzenbach, Deggingen und Bad Überkingen gemeinsam auf den Weg. Der Plan: Die Fils soll als verbindendes Element zur Lebensader der Region werden. Auch Marbach und Benningen sowie Leimen und Nußloch treten als Duo an und setzen auf interkommunale Zusammenarbeit. Für andere Kandidaten wie Altensteig und Gaildorf ist es bereits der zweite Anlauf. Sie waren in der vorangegangenen Periode nicht zum Zug gekommen.

Ablauf Der Ablauf gestaltet sich folgendermaßen: Im Frühjahr, voraussichtlich zwischen Ende März und Ende April, bereist eine Bewertungskommission die 17 Städte und Gemeinden. Für die Besichtigung der Bewerberstädte sind laut Isabel Kling pro Projekt zweieinhalb Stunden vorgesehen.
Ministerrat In diesem Gremium sind unter anderem folgende Vertreter dabei: Landwirtschaftsministerium, Gartenbauverband, Städte- und Gemeindetag sowie Architekten. Die „Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH“ nimmt dann gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium eine erste Bewertung vor. Anschließend treffen die Förderungsgesellschaft sowie die betroffenen Ministerien eine Vorauswahl. Der Ministerrat entscheidet dann im Sommer 2020 über die Vergabe.

HEILBRONNER STIMME
Heilbronn | NACHBARSCHAFT | Freitag, 31. Januar 2020, Seite 36. Von Redakteur Friedhelm Römer.

Stadtverwaltung Schwaigern

Rathaus
Marktstraße 2
74193 Schwaigern
Telefon: 07138 210
Telefax: 07138 2114
info@schwaigern.de
Postalisch
Postfach 1163
74190 Schwaigern

Sprechzeiten Stadtverwaltung

Montag bis Freitag 08:00 - 12:00
Montag-, Dienstag-, Donnerstagnachmittag 14:00 - 16:00
Mittwoch- und Freitagnachmittag geschlossen