08.11.2022

Bundesweiten Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022

Zum kommenden Fahrplanwechsel am 11.12.2022 startet auf der Kraichgaubahn das neue Fahrplankonzept des Landes Baden-Württemberg. Das neue Konzept sieht einen Mischbetrieb aus den bekannten gelb-roten Stadtbahnfahrzeugen der AVG und einem neuen Regionalexpress (RE) im gelb-weißen Landesdesign von DB Regio zwischen Heilbronn Hbf. und Karlsruhe Hbf. vor. Der RE 45 verkehrt tagesdurchgängig stündlich (von ca. 5 – 23 Uhr) zwischen den beiden Hauptbahnhöfen und hält im Landkreis Heilbronn an den Bahnhöfen in Eppingen, Gemmingen, Stetten am Heuchelberg und Schwaigern. Ein Halt in Leingarten kann erst nach dem zweigleisigen Ausbau zwischen Schwaigern und Leingarten realisiert werden.
Die AVG bedient weiterhin mit allen Haltestellen zwischen Karlsruhe und Öhringen umsteigefrei die beiden Innenstädte von Karlsruhe und Heilbronn. Die Eilzüge und die Sprinterfahrten wird es aufgrund des neuen RE ab dem kommenden Fahrplanwechsel vorerst nicht mehr geben.

Das neue Fahrplankonzept des Landes wird stufenweise eingeführt. Ab dem Fahrplanwechsel tritt mit den neuen Fahrplänen die Stufe 1 in Kraft. Diese gilt bis zur Fertigstellung des zweigleisigen Ausbaus zwischen Schwaigern und Leingarten. Sobald der Bau des zweiten Gleises (voraussichtlich Juni 2025) abgeschlossen ist, tritt die Stufe 2 in Kraft. Dann kann der Halt des RE 45 in Leingarten eingeführt werden. Außerdem werden die Stadtbahnverbindungen vor allem in der Hauptverkehrszeit weiter verdichtet und es wird einzelne Eilzugverbindungen in die Innenstadt Heilbronn geben.

Beim zweigleisigen Ausbau hat die AVG kürzlich das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Bezüglich des Bauablaufes ist weiterhin eine Vollsperrung der Strecke von Juni 2024 bis Dezember 2024 vorgesehen. Danach erfolgt bis zur Fertigstellung im Juni 2025 der Bau im eingleisigen Betrieb. 



WAS SICH ZUM
11. DEZEMBER 2022 ÄNDERT

Schnelle Fahrten und mehr Platz: Zum bundesweiten Fahrplanwechsel am 11. Dezember tritt auf Bestellung des Landes Baden-Württemberg hin für die Fahrgäste ein neues Liniennetzkonzept in der Region in Kraft. Dieses bezieht sich auf die Eisenbahnlinien. Die bisherigen Eilzüge heißen künftig Regionalexpress (RE) und werden von der DB Regio betrieben. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) bedient mit ihren Tram-Trains weiterhin die Stadtbahnen mit Direktverbindungen in die Innenstädte.

Hintergrund der Umstellung ist das neue Linienkonzept für die Region Karlsruhe. Dabei wurden aus einem zwei Netze gebildet, die jeweils andere Schwerpunkte haben: Die AVG fährt im Netz 7a mit den bekannten gelb-roten Stadtbahnen weiter umsteigefrei in die Zentren von Karlsruhe, Heilbronn und Bad Wildbad. Zusätzlich verbindet sie wie gewohnt mit den Linien S31 und S32 Odenheim beziehungsweise Menzingen über Bruchsal mit dem Hauptbahnhof Karlsruhe. Die DB Regio fährt im Netz 7b künftig neue weiß-gelb-graue Regionalexpresse für Langstreckenreisende. „Mit der AVG kommt man in die Innenstadt, mit der DB schnell zum Hauptbahnhof – so lässt sich einfach unterscheiden, welche Bahn künftig wo fährt. Damit ist der Fortbestand des Karlsruher Modells für weitere 15 Jahre vertraglich gesichert“, so die Spitzen von AVG und DB Regio Mitte weiter.

Vorteile für die Fahrgäste

Die Menschen in der Region profitieren durch die Neuordnung der Netze von dichteren Taktfolgen und mehr Sitzplatzkapazitäten durch zusätzliche Bahnen und längere Züge, die beide Verkehrsunternehmen einsetzen. Alle Bahnen in den Netzen 7a und 7b verfügen über WLAN. 

Gewohnte Tarife gelten weiterhin für alle Fahrgäste
An den Tarifen ändert sich durch diese Anpassungen im Netz nichts. Fahrgäste können nach wie vor für alle Fahrten in Baden-Württemberg den bwtarif nutzen. Innerhalb des Verbundgebiets des Karlsruher-Verkehrsverbunds gelten in allen Regionalzügen, Stadtbahnen, Trams und Bussen die Fahrkarten und Abos des KVV – egal welches Verkehrsunternehmen die Linien betreibt.  

Informationen digital und analog
Die Fahrgäste müssen sich mit neuen Fahrplänen vertraut machen und sich darauf einstellen, dass auf einzelnen Strecken künftig ein anderes Verkehrsunternehmen unterwegs ist. AVG und DB Regio Mitte werden in den kommenden Wochen bis zum Fahrplanwechsel über die verschiedenen Kanäle – gedruckt und digital – umfangreich über die Änderungen informieren und möchten ihre Fahrgäste früh sensibilisieren.

Zusätzliche informiert die DB Regio auf der Hompage

Info-Flyer werden in den nächsten Wochen in den Kundenzentren ausgelegt. Aktuell werden die neuen AVG-Verbindungen in der elektronischen Fahrplanauskunft der AVG, des KVV und der DB noch nicht angezeigt. Die Daten werden rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel verfügbar sein. Fahrplantabellen gibt es jetzt bereits als pdf-Datei auf der Homepage und in den kommenden Wochen gedruckt in den Flyern.

Die Rolle des Landes Baden-Württemberg

Das neue Liniennetzkonzept hat das Ministerium für Verkehr erarbeitet. Das Land Baden-Württemberg ist für die Planung und Bestellung des Regionalverkehrs in Baden-Württemberg zuständig. Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) werden im europaweiten Wettbewerb (und im Falle der AVG mittels einer Direktvergabe) vergeben, in der Regel für maximal 15 Jahre.

Elektronische Fahrplanauskunft
Die neuen Fahrpläne der AVG- und DB-Linien sind in der elektronischen Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn (auf bahn.de bzw. in der App DB Navigator) abrufbar.